Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen (GeR)

Beim Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen (GeR) handelt es sich um eine europaweite Einigung (2001) bezüglich der Ausrichtung und Beurteilung des Fremdsprachenerwerbs und seiner Kompetenzniveaus. Bär beurteilt ihn als "wichtigste[s] und einflussreichste[s] sprachenpolitische[s] Dokument der letzten Jahrzehnte" (Bär, 2019, S. 15). Auf Basis von Kann-Bestimmungen differenziert er die unterschiedlichen Kompetenzniveaus aus: A1 und A2 bilden dabei die niedrigsten Kompetenzniveaus, nämlich die einer elementaren Sprachbeherrschung, B1 und B2 verweisen auf eine selbstständige und C1 und C2 schließlich auf eine kompetente Sprachbeherrschung (vgl. Bär, 2019, S. 16). Sinn und Zweck dieser Übereinkunft ist es, in einer globalen Arbeits- und Wirtschaftswelt vergleichbare Maßstäbe zur Sprachbeherrschung festzulegen, die europaweites Arbeiten sowie interkulturelle Verständigung fördern. Insgesamt lässt sich der Gemeinsame europäische Referenzrahmen (GeR) von dem Prinzip der Handlungsorientierung leiten und stellt die Kommunikationsbefähigung, sei es in linguistischer, soziolinguistischer, pragmatischer oder strategischer Hinsicht, in seinen Mittelpunkt (vgl. Grünewald, 2020, S. 185f.). Der Gemeinsame europäische Referenzrahmen (GeR) schlägt sich auf Bundesebene in der Kultusministerkonferenz von 2003 nieder, in deren Rahmen der Paradigmenwechsel zur kompetenzorientierten Ausrichtung des Fremdsprachenunterrichts in den bundesweiten Bildungsstandards umgesetzt wurde. Diese didaktische Ausrichtung wird seitdem auch länderübergreifend verfolgt (vgl. Bär, 2019, S. 17). Im Fach Spanisch orientieren sich die Kernlehrpläne der Bundesländer an den Bildungsstandards für Französisch und Englisch, da noch keine bundesweiten Vorgaben für Kompetenzen vorliegen, die zum Abitur oder zum Mittleren Schulabschluss in diesem Fach erreicht werden sollen (vgl. Bär, 2019, S. 17). Das Ziel der KMK ist es, auf diese Weise die Unterrichtsqualität und den Schulerfolg zu verbessern.